



Zur Zeit befindet sich die Rehabilitation in einem Spannungsfeld, ausgelöst durch einen Paradigmenwechsel, ihr Selbstverständnis betreffend. Sie bewegt sich, ähnlich wie die ICF weg vom rein medizinischen zu einem biopsychosozialen Interventionsmodell.
Die ICF, Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health) ist daher Grundlage unserer Arbeit. Sie wird dem Anspruch auf Ressourcenorientiertheit der Therapie gerecht. Das komplexe Geflecht von Bedingungen, die zu Beeinträchtigungen, Funktionsstörungen und Krankheit führen, wird deutlich mehr einbezogen, als im bisher geltenden medizinisch ausgerichteten Modell.
Der Familienalltag von Müttern ist oft Arbeitsbedingungen ausgesetzt, die mit erheblichen Risiken verbunden sind:
Ständige Überforderung kann nicht kompensiert werden, und trägt zur Entwicklung von körperlichen, psychischen und psychosomatischen Krankheitsbildern bei. Diese beeinträchtigen die Partizipation und Aktivitäten, sie führen zu Funktionsstörungen und Behinderungen.
Symptomen wie
aber auch eine Symptomvielfalt, wie sie das ICF und das daran orientierte Leitsyndrom beschreibt.
Der Forschungsverbund der Medizinischen Hochschule stellt mit dem von ihm entwickelten Leitsyndrom bereits im Jahre 2000 dar, wie erheblich sich Funktions- und Partizipationsstörungen auf die Gesundheit auswirken.
TeilnehmerInnen unserer Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen leiden an:
Nicht nur Mütter sind in der beschriebenen Weise multiplen Belastungen und Erkrankungen ausgesetzt. In zunehmenden Maße sind auch Kinder als Mitglieder des Systems Familie davon betroffen. Kinder leiden häufig an Krankheiten, die zur Chronifizierung führen können. Entwicklungsverzögerungen oder -störungen, sowie Probleme des sozialen und emotionalen Erlebens und Verhaltens sind ebenfalls häufige Symptome.
Unter Berücksichtigung der oben geschilderten Krankheitsbilder haben unsere Präventionsmaßnahmen folgende Zielsetzung:
Unser Haus verfügt auch über eine Anerkennung als Rehabilitationseinrichtung. Zielsetzung unserer Rehabilitationsmaßnahmen ist:
In unserer Einrichtung bestimmen diese Symptomkonstellationen und Zielsetzung, wie in den meisten Einrichtungen des Müttergenesungswerkes, weitgehend die therapeutische Arbeit.
Sie bilden das Leitsyndrom und die Behandlungsziele für nahezu alle Maßnahmen in unserer Kurklinik.